U16 Länderkampf Schweiz Rang 3
Schweiz auf Platz 3
Die Nationalhymne liess anfänglich etwas auf sich warten, danach ging es aber richtig zur Sache: In der Sporthalle Lindenhof trafen sich am Samstag mit Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und der Schweiz die besten Turnnationen Westeuropas zu einem Vergleich der unter Sechzehnjährigen. Das Organisationskomitee des Trainingszentrum Fürstenland hatte die organisatorische Herausforderung angenommen, und wurde mit beachtlichem Zuschauerinteresse und teilweise ausgezeichneten, sportlichen Leistungen belohnt.
Nachwuchs Nationaltrainer Domenico Rossi nominierte zwei Zürcher, einen Aargauer, einen Luzerner und mit Christian Kopp und Nicola Graber auch zwei Ostschweizer für die Mannschaft. Die britischen Turner wurden im Vorfeld als das mit Abstand stärkste Team gehandelt, Platz zwei schien aber für die Eidgenossen in Reichweite.
Starker Beginn
Für die Schweiz begann der Wettkampf gut. An den Ringen konnten alle Turner ihre geplanten Elemente zeigen, und erhielten zufrieden stellende Wertungen. Insbesondere das dreizehnjährige Nachwuchsjuwel Henji Mboyo verblüffte mit Leistungen, die ihn mit den deutlich Älteren mithalten liessen. Am Sprung brillierte Nicola Graber mit Tsukahara und Zusatzschraube, Christian Kopp erhielt eine weitere Spitzennote für seinen sicher gestandenen Kasamatsu. Nachdem die jungen Schweizer auch die Barrenübungen ohne grössere Fehler vortragen konnten, führte das Heimteam nach drei von sechs Geräten den Wettkampf an.
Zu viele Fehler
Nicola Graber startete voll Zuversicht das Reckturnen, denn er hatte ausgezeichnet eingeturnt. Leider gelang ihm das Flugelement vor den Augen der Kampfrichter dann nicht mehr so gut und er stürzte vom Gerät. Weil ein weiterer Turner nicht die erhoffte Leistung zeigte, musste die Schweiz nach dem vierten Gerät ihre Spitzenposition abgeben. Beim Bodenturnen zeigte Christian Kopp schöne Schraubensalti, landete beim Doppeltwist jedoch auf dem Hosenboden. Teamkollege Graber zeigte dasselbe Element ausgezeichnet, virtuos und mit grosser Sprunghöhe. Aber auch er konnte ein Abrutschen auf Rang drei nicht verhindern. Ausgerechnet am doch so schwierigen Pauschenpferd hätten die Schweizer Jungtalente an den stark auftrumpfenden Franzosen vorbeiziehen sollen. Christian Kopp hielt die Hoffnung am Leben, als er an seinem Paradegerät eine fast fehlerlose Darbietung zeigte. Der Rheintaler Graber begann ähnlich stark und mit viel Schwung. Leider wurde er beim Schiwadowandern abgeworfen, was ihn über einen Punkt kostete. Weil weitere Turner nicht ihre Bestleistung abrufen konnten, blieb es beim Bronzeplatz für die Helvetischen Gerätekünstler. Hans Kölbener
Rangliste Team
1. Grossbritannien 408.35, 2. Frankreich 398.25, 3. Schweiz 396.05, 4. Deutschland 362.70
Rangliste Einzel
1. Nile Wilson, GBR, 82.65, 2. Anthony Randrianasoio, FRA, 81.30, 3. Jay Thompson, GBR, 81.15, 4. Christian Baumann, SUI, 80.70, 7. Christan Kopp SUI, 79.90, 8. Taha Serhani, SUI ; 79.70, 10. Henji Mbojo, SUI, 78.90, 15. Nicola Graber, SUI, 76.40, 21. Mauro Schöpfer, SUI, 70.55
Bildbeilagen (Urs Rohner)

Christian Kopp - Flugelement am Reck

Nicola Graber - Krafthandstand

















